Messe ohne Worte gegen den Monotheismus, für Posaunenquartett und Saxophonquartett

Bernhard Bamert, Posaune

Nils Wogram, Posaune

Andreas Tschopp, Posaune

Lukas Wyss, Posaune

 

Adrian Pflugshaupt, Sopransax

Reto Suhner, Altsax

Thomi Geiger, Tenorsax

Matthias Tschopp, Baritonsax

 

 

Seit einigen Jahren komponiere und arrangiere ich immer wieder gerne für vier- bis fünfstimmige Bläserensembles wie beispielsweise dem „Vertigo Trombone Quartet“, mit dem wir in letzter Zeit häufig unterwegs sind. Dabei fühle ich mich immer stärker einigen Formen der Mehrstimmigkeit zugeneigt, in der die Gesetze der Harmonik zugunsten der Melodieführung zurücktreten. Liturgische Chorwerke des späteren Mittelalters und folkloristische Chormusik einiger Regionen Europas inspirierten mich dabei zu diesem mehrteiligen Stück für doppelten Chor. Der zusätzliche „Chor“ neben dem Vertigo Trombone Quartet wird hier durch vier grossartige Saxophonisten gebildet, mit denen ich seit Jahren in verschiedensten musikalischen Kontexten zusammenarbeite.

 

Der Chefetage der katholischen Kirche des Mittelalters war die kontinuierlichen Entwicklung der liturgischen Chormusik hin zur Mehrstimmigkeit nicht immer ganz geheuer und sie versuchte diejenigen Komponisten, welche sich diesbezüglich all zu zu stark aus dem Fenster lehnten mittels scharfer Dekrete und Verbote zurückzupfeifen, denn einem einzigen Gott soll man konsequenterweise nur mit einer einzigen Stimme huldigen dürfen. Ich stelle hiermit mit jeder Stimme meiner Messe einen modernen Gott vor, mit welchem wir unseren karg gewordenen Götterhimmel wieder mit frischem Personal ausstatten könnten.

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